Iaido - Kenjutsu

Iaido ist die Kunst des Ziehens und Schneidens mit dem Schwert, obwohl die Schriftzeichen (Kanji) für Iaido auch noch eine tiefere Bedeutung haben: "Der Weg des Selbst in Harmonie mit der Bewegung".

Das praktische Iaidotraining besteht aus dem Trainieren von festgelegten Formen, sogenannten Kata. Hier sollen die unterschiedlichen Techniken aus verschiedenen Ausgangssituationen geübt werden. Hockend, sitzend, liegend, stehend oder gehend; jede mögliche Richtung eines Angriff wird studiert: links, rechts, vorne, hinten; am Tag, in Dunkelheit oder bei Platzmangel.

Iaidoka benützen das Schwert jedoch eigentlich nicht um einen Gegner zu bekämpfen, sondern um Kontrolle über sich selbst zu erlangen. Der Schüler versucht zwar etwas zu treffen oder zu schlagen, aber es ist kein Gegner, sondern etwas im Inneren des Schülers. 

Der einzige, aber auch gefährlichste Gegner im Iaido, ist der Iaidoka selbst mit all seinen Schwächen. Durch endloses Üben soll der Iaidoka seinen Platz im Universum verstehen lernen und sich selbst überwinden.

Iaido ist Meditation in Bewegung.


Unter Kenjutsu versteht man den korrekten Umgang mit dem scharfen Schwert und das Wissen um die Anwendung der Technik. Das ursprüngliche Ziel des Kenjutsu war es im Kampf mit einem oder mehreren Gegnern als Sieger hervorzugehen.

Kenjutsu ist definitiv keine Sportart. Es gibt keine Wettkämpfe, es gibt keine Regeln, außer jenen des Ehrenkodex der Samurai, des Bushido.

Das praktische Training wird einzeln oder mit Partner(n) durchgeführt.

In unserer heutigen Zeit haben sich die Ziele des Kenjutsu etwas verlagert. Ziel ist nicht mehr der Sieg über den feindlichen Samurai auf dem Schlachtfeld, sondern die geistige und körperliche Vervollkommnung des Übenden.

Dennoch überwiegt im Kenjutsu, im Gegensatz zum Iaido, der kriegerische Aspekt und die Anwendbarkeit der Techniken.


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