Hap Ki Do

„Der Weg der Harmonie von körperlicher und geistiger Kraft“

Bild einer Wurftechnik im HapKiDoHapKiDo definiert sich einfach gesagt als „moderne koreanische waffenlose Methode der Selbstverteidigung“.

Typisch für HapKiDo sind runde, fließende und dennoch kraftvolle Bewegungen. Es kommen sowohl Schläge und Fußtritte, als auch spezielle Hebel-, Wurf- und Haltetechniken zur Anwendung.

Von seiner geschichtlichen Entwicklung und seiner Philosophie her ist HapKiDo rein defensiv. Wut, Aggression und negative Emotionen gelten als unreif und unehrenhaft. Im Sinne der „weichen“ Kampfkunst werden Angriffe kreisförmig aufgenommen und zum Angreifer zurückgeleitet. Dies ermöglicht eine effektive Selbstverteidigung für alle Altersgruppen und auch für körperlich unterlegene Personen, da die Techniken mit sehr geringem Kraftaufwand auskommen.

hoher Tritt zum Kopf des GegnersIn der geschichtlichen Entstehung lässt sich die Herkunft von HapKiDo über 2000 Jahre zurückverfolgen. Als Ursprungsland gilt das heutige Südkorea; in den Anfängen waren es buddhistische Mönche, die sich neben der Meditation auch den Kampfkünsten widmeten und diese vor den militärischen Streitkräften erfolgreich geheim hielten. Durch ständige Weiterentwicklung veränderte und erweiterte sich das Repertoire der Techniken bis heute. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde HapKiDo so geprägt, wie es im Großen und Ganzen noch heute existiert. In Österreich ist HapKiDo erst seit Ende der 70er Jahre bekannt und findet seitdem immer mehr Anhänger.

Wurftechnik im HapKiDoDie vielfältigen Einflüsse bei der Entwicklung spiegeln sich besonders in der Mannigfaltigkeit der Techniken wieder: neben den zahlreichen Selbstverteidigungstechniken lernt der Schüler auf seinem Ausbildungsweg unter anderem die Fallschule in allen Variationen, Körperbeherrschung und Gleichgewicht, sowie Atem- und Meditationstechniken kennen.

Neben dem Erlernen der Selbstverteidigungstechniken steht jedoch die ganzheitliche Schulung des Individuums im Vordergrund: Körper und Geist sollen gleichsam gefördert werden, denn unser wahrer Kampf da draußen in der realen Welt besteht zum Glück meistens nicht in der direkten Verteidigung von Leib und Leben, sondern vielmehr im Lösen unserer alltäglichen Probleme und Konflikte. Sei es nun eine Prüfung, ein Projekt bei der Arbeit oder ein Streit mit einem Freund – durch die Anwendung und Umsetzung der Prinzipien von HAP KI DO soll man eine Denkweise und Geisteshaltung entwickeln, die uns hilft Konflikte zu vermeiden und Ausdauer bei Problemen zu zeigen.


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