Brazilian JiuJitsu

Das Brasilianische Jiu-Jitsu (kurz „BJJ"), ist eine Abwandlung und Weiterentwicklung der japanischen Kampfkunst Jiu Jitsu, welche den Schwerpunkt auf Bodenkampf legt.

Bild eines Brazilian Jiu Jitsu WettkampfesDas Brasilianische Jiu Jitsu, eine effizientere Variante des traditionellen, japanischen Jiu Jitsu, ist eine Kampfkunst, die sich dem Nahkampf und insbesonders dem Bodenkampf bedient, mit dem Ziel in eine überlegen Position zu gelangen um danach mit verschiedensten Techniken (Arm- u. Fusshebel, Würgegriffe etc.) den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. In dieser Kampfkunst wird ähnlich dem traditionellen Karate einer körperlich unterlegenen Person durch den Gebrauch von guter Hebeltechnik und gutem Distanzgefühl und Timing die Möglichkeit gegeben einen Aggressor zu überwinden.

Bild eines BJJ Kämpfers in einen Ultimate FightSchläge und Tritte, die beim BJJ nicht den Schwerpunkt bilden, werden in erster Linie taktisch benutzt, um den Gegner zu veranlassen, als Schutzreaktion einen Arm oder ein Bein zu bewegen, welches dann ergriffen werden kann, um eine finale Hebel- oder Würgetechnik einzusetzen. Im Standkampf wird vor allem die Meidung der gegnerischen Schläge und Tritte geübt. Die Distanz zum Gegner so schnell wie möglich zu überbrücken, um ihn in den Bodenkampf zu verwickeln, ist ebenfalls BJJ typisch. Die Erfahrung mit regellosen Kämpfen zeigt, dass das eigene Verletzungsrisiko durch ein solches Kampfverhalten minimiert werden kann, da es durch die geringe Distanz in der Bodenlage nur wenige Positionen gibt, in denen harte Schläge ausgeführt werden können. Es ist jedoch falsch, BJJ mit Free Fight oder einer Kampfkunst-Mischung gleichzusetzten. Das Brazilian Jiu-Jitsu konzentriert sich auf den taktischen Bodenkampf ohne Schläge und Tritte.

Die Effizienz des Systems wurde in zahlreichen Vale Tudo („regellose") Herausforderungskämpfen immer wieder bewiesen. Anfang der Neunziger Jahre begründete Rorion, ein Sohn von Helio Gracie (Begründer des BJJ), die legendären "Ultimate Fighting Championships" (kurz "UFC"). Bei diesen Wettkämpfen, die im amerikanischen "Pay-per-View- Fernsehen" übertragen wurden, kämpften Kampfkünstler der verschiedensten Stile ohne viele Regeln gegeneinander. Ziel war es, den Gegner K.O. zu schlagen oder ihn zur Aufgabe zu zwingen. Royce Gracie, der Sohn von Helio Gracie war der leichteste Teilnehmer und gewann trotzdem überlegen diese Turniere. Er konnte alle seine Gegner zur Aufgabe zwingen und gewann die "Ultimate Fighting Championships" insgesamt dreimal. Bis heute ist er der einzige Kämpfer, der jemals 4 Kämpfe in einer Veranstaltung gewinnen konnte.


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