Aikido

Bild von AikidoAikido kommt aus Japan und heißt so viel wie „Der Weg der Harmonie“. Sein Geheimnis sind nicht die raffinierten oder kraftvollen Techniken. Hinter Aikido steht eine überraschende Idee: „Dein Gegner ist nicht dein Feind, sondern dein Partner!“ Wer das verstanden hat, wird immer weniger Kämpfen müssen egal wo und mit wem.

Aikido ist seinem Wesen nach eine Kampfkunst, die einerseits den Traditionen und dem Geist der Kampfkünste des alten Japans folgt. Auf der anderen Seite diese aber nicht starr und unkritisch fortführt.

Der Begründer des Aikido, Morihei Ueshiba, lebte in der turbulenten Zeit der Modernisierung Japans. Er kam zu der Überzeugung, dass der wahre Geist des Budo nicht in einer von Konkurrenzdenken geprägten und kämpferischen Atmosphäre zu finden ist, in der der Sieg um jeden Preis das höchste Ziel ist. Er erkannte, dass der wahre Geist des Budo in der Vervollkommnung als Mensch sowohl auf geistiger als auch körperlichen Ebene zu finden ist.

Bild von AikidoAikido ist ein gewaltloser Weg der Selbstverteidigung. Es kommt nicht darauf an schneller oder stärker als der Gegner zu sein, sondern flexibler und anpassungsfähiger. Ein Aikidoka setzt seinem Gegner keinen Widerstand entgegen. Er akzeptiert die Angriffsenergie, dehnt den Bewegungsablauf des Angreifers nur ein wenig über das übliche Maß hinaus, sodass dieser aus der Balance gerät. Mittels einer Hebeltechnik oder eines Wurfes wird er dann zu Boden gebracht.

Als philosophisches Korrelat wird das Prinzip des „Ki“ gesehen. „Ki“ beschreibt die unerschöpfliche Kraft, welche das Universum durchdringt und im eigenen Körper Ausdruck in der Energie des Atems findet. Durch unablässiges Training des Geistes und des Körpers bildet das individuelle „Ki“ jedes Einzelnen eine Harmonie mit dem universellen „Ki“. In Aikido manifestiert sich diese Einheit in den harmonischen und dynamischen Bewegungen. Das „Ki“ kann frei fließen und ist unzerstörbar und unbesiegbar.

Bild von AikidoDurch all diese Überlegungen ergibt sich, dass Aikido Wettkämpfe ablehnt. Ziel ist nicht den Gegner für den eigenen Vorteil zu zerstören, sondern das „Ki“ des Gegners aufzunehmen, umzuleiten und zu neutralisieren. Aufgrund der hohen Dynamik und Schulung der Beobachtungsgabe stellte Aikido den Schüler sowohl körperlich als auch geistig zahlreiche Herausforderungen.


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